Wer gebrauchte Hardware kauft, begegnet früher oder später den Begriffen A-Ware, B-Ware und C-Ware. Die Bedeutung dieser Klassen ist leider nicht standardisiert — jeder Händler definiert sie ein bisschen anders. Ich erkläre Ihnen, wie wir bei LEO-TEC klassifizieren und worauf Sie generell achten sollten.
Was bedeutet A-Ware bei uns?
A-Ware bezeichnet bei uns Geräte, die nach dem Aufbereiten optisch kaum von Neuware zu unterscheiden sind. Geringe bis keine Gebrauchsspuren, alle Funktionen vollständig intakt. Typischerweise kommen diese Geräte aus Leasing-Rückläufern großer Unternehmen, die Hardware nach drei bis vier Jahren austauschen — obwohl sie noch viele Jahre zuverlässig läuft.
B-Ware: Funktion perfekt, Optik ehrlich
B-Ware funktioniert einwandfrei — Punkt. Aber das Gehäuse erzählt seine Geschichte: Kratzer, Abrieb an Ecken, vielleicht ein Aufkleber-Rest. Das ist völlig normal für Bürogeräte. Für den Rack-Betrieb, als Workstation im Lager oder als Heimrechner ist B-Ware oft die klügste Wahl: deutlich günstiger, gleichwertige Leistung.
C-Ware: Für Profis und Bastler
C-Ware ist funktionsfähig, sieht es aber deutlich an. Beulen, tiefere Kratzer, möglicherweise ein fehlendes Abdeckblech. Wir verkaufen C-Ware ausschließlich mit transparenter Beschreibung. Sinnvoll für: Rack-Server, bei denen das Gehäuse niemand sieht, Entwicklungsumgebungen oder als Ersatzteilspender.
Was Sie beim Kauf prüfen sollten
Unabhängig von der Zustandsklasse sind folgende Punkte wichtig: Wie hat der Verkäufer getestet? Gibt es Dokumentation über den Diagnosetest? Wie lang ist die Gewährleistung? Bei Laptops: Was ist die Akku-Restkapazität in Prozent — das sollte immer angegeben werden. Bei Servern: Gibt es iDRAC- oder iLO-Logs, die auf Fehler hinweisen?
Ein seriöser Händler nennt Ihnen auf Nachfrage den genauen Testumfang. Wer ausweicht, sollte Sie ausweichen.