„Wir haben Schlüssel, das reicht." Höre ich oft. Manchmal stimmt es. Häufiger nicht — vor allem dann, wenn mehrere Mitarbeiter Zugang haben, Schlüssel verlorengehen oder das Unternehmen wächst.
Das Schlüsselproblem
Jeder verlorene Schlüssel ist ein Sicherheitsrisiko, das Sie nur durch Austauschen aller Schlösser wirklich beheben können. Kosten: mehrere hundert Euro, Aufwand: hoch. Mit einem elektronischen Zutrittssystem: Chip sperren in 30 Sekunden, Kosten: null.
Außerdem: Wissen Sie, wer gestern Abend um 22 Uhr im Büro war? Mit einem Schlüssel nicht. Mit einem Zutrittssystem: Protokoll mit Datum, Uhrzeit und Person.
Wann Zutrittskontrolle sich lohnt
Ab drei bis vier Personen mit Zugangsberechtigung und mehreren Türen beginnt die Rechnung zu kippen. Der Break-even liegt meist bei zwei bis drei Jahren — dann haben sich gesparte Schlüsselanfertigungen und nicht-durchgeführte Schlossaustausche rechnerisch ausgezahlt.
Welches System für welche Anforderung
RFID-Chipkarten: Bewährt, günstig, zuverlässig. Karten lassen sich kopieren — mit modernen MIFARE DESFire-Karten ist das jedoch deutlich schwieriger als bei älteren Systemen.
PIN-Tastaturen: Kein Chip nötig, gut für Bereiche mit externen Besuchern. Schwachpunkt: PIN-Weitergabe ist kaum zu verhindern.
Biometrie (Fingerabdruck): Kein Vergessen, kein Verlieren — aber höherer Installationsaufwand und Datenschutzfragen (biometrische Daten unterliegen besonderem DSGVO-Schutz).
Smartphone-Zugang: Modern und komfortabel. Funktioniert ohne Karte, aber abhängig vom Akkuzustand des Telefons.