IT-Infrastruktur

Eigener Server oder Cloud: Was passt zu Ihrem Unternehmen?

Keine ideologische Debatte — sondern eine ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung

6 min Lesezeit Von Holger Mauch, LEO-TEC

„Alles in die Cloud" ist seit Jahren die Standardantwort der IT-Branche. Die Realität ist komplexer. Ich sehe täglich Unternehmen, die entweder zu früh in die Cloud gedrängt wurden — oder zu lange an alter Hardware festgehalten haben.

Wann die Cloud die richtige Wahl ist

Wenn Ihre Mitarbeiter an mehreren Standorten oder im Homeoffice arbeiten, ist die Cloud kaum zu schlagen. Kein VPN-Konfigurationsaufwand, keine Abhängigkeit vom Büro-Internetanschluss. Auch für stark wachsende Unternehmen ist die Skalierbarkeit der Cloud ein echter Vorteil.

Wann ein eigener Server sinnvoller ist

Datenmenge: Wenn Sie täglich Gigabytes an Daten produzieren (Video, CAD, Konstruktion), werden Cloud-Kosten schnell unkalkulierbar. 10 TB Speicher im Rechenzentrum kostet monatlich ein Vielfaches eines lokalen Servers.

Datenschutz und Compliance: Bestimmte Branchen (Medizin, Recht) haben Anforderungen, die eine Speicherung auf fremden Servern erschweren oder unmöglich machen.

Laufende Kosten: Ein gebrauchter Server für 500 Euro läuft fünf bis sieben Jahre. Legen Sie monatliche Cloud-Kosten für dieselbe Speichermenge daneben — die Rechnung überrascht viele.

Der Mittelweg: Hybrid

Viele meiner Kunden fahren gut mit einer Kombination: kritische Daten lokal, Collaboration-Tools in der Cloud. Man muss sich nicht entscheiden.

Meine Empfehlung: Rechnen Sie konkret: Wie viele GB Daten produzieren Sie monatlich? Was kostet das in der Cloud über drei Jahre? Dann vergleichen Sie mit einem gebrauchten Server. Die Zahlen lügen nicht.
Holger Mauch Inhaber LEO-TEC Leonberg — 16 Jahre Erfahrung in Sicherheitstechnik und IT
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